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Allgemeines

Ärztliche Verrechnungstellen

In Deutschland gibt es mehrere privatärztliche Verrechnungsstellen die sich um die komplette Abwicklung und Rechnungsstellung für Selbstzahlerleistungen kümmern. Diese Dienstleistungen werden für privat sowie auch für gesetzlich Versicherte durchgeführt, bei denen Selbstzahlerleistungen vorgenommen wurden. Diese Leistungen werden von allen Ärzten erfasst, bei denen Selbstzahlerleistungen erbracht wurden. Darunter fallen speziellen Zahnbehandlungen oder auch Schmerztherapien die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

In Deutschland findet man insgesamt 15 dieser ärztliche Abrechnungsstellen mit mehr als 38000 Mitgliedern. Die Mitglieder sind niedergelassene Ärzte und Zahnärzte sowie leitende Krankenhausärzte.

Bei einigen privatärztlichen Verrechnungsstellen werden auch sogenannten Delkredere angeboten. Unter dem Begriff Delkredere kann man sich den Schutz vor einem unerwarteten Zahlungsausfall vorstellen. Dies ist für viele Ärzte eine sehr gerne in Anspruch genommene Maßnahme, da man seinen normalen Betrieb weiter führen kann, ohne Angst vor Zahlungsverzögerungen haben zu müssen.

Seit Ende der 80er Jahre gibt es eine Schnittestelle zwischen den Praxis Computern und den Verrechnungsstellen. Dies wurde durch den Verband der privatärztlichen Verrechnungsstellen eingeführt. Diese Schnittstelle erleichtert den Austausch der Patienten- und Behandlungsdaten. Ein großer Teil der Abrechnungsdaten wird heute noch auf Diskette geliefert, die restlichen Daten werden digital übermittelt.

Für Ärzte ist dies eine sehr gute Abwicklungsmethode, mit der sie sich viel Zeit und Arbeit sparen. Man kann im Internet diese Abrechnungsstellen vergleichen und für seine Praxis die passende Verrechnungstelle finden und einsetzen.

Bildquelle: TK_Presse flickr.com