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Berufshaftpflichtversicherung

Berufshaftpflicht

Wer sich als Freiberufler bzw. selbständiger Dienstleister mit seinen beruflichen Haftungsrisiken beschäftigt, stolpert früher oder später über das Thema Berufshafthaftpflicht. Doch was verbirgt sich hinter diesem besonderen versicherungstechnischen Konzept – und welche Schäden sind durch die Berufshaftpflicht tatsächlich abgedeckt? Diese kleine Einführung soll Licht in den Dschungel der Versicherungsbegriffe bringen.

Ganz allgemein sichert eine Berufshaftpflicht Haftungsrisiken (und damit Schäden)ab, die sich aus der selbständigen Tätigkeit bzw. Dienstleistung bestimmter Berufsgruppen ergeben. So ist die Berufshaftpflicht beispielsweise für Anwälte, Steuerberater aber auch Versicherungsmakler in Deutschland eine gesetzliche Pflichtversicherung.

Berufshaftpflicht bietet Schutz, wenn in der Praxis Fehler passieren

Für andere Dienstleister – beispielsweise im IT-, Medien- und Consulting-Bereich – ist sie nicht verpflichtend, jedoch nicht minder wichtig. Abgesehen davon, dass immer mehr Auftraggeber eine spezifische Berufshaftpflichtversicherung fordern (vor allem im IT- und Consulting-Bereich, wie die Vermögensschadenexperten von exali festgestellt haben), bietet die Berufshaftpflicht dem Freiberufler wichtigen Schutz, wenn in der Praxis Fehler passieren und der Kunde daraufhin Schadenersatz fordert.

Im Gegensatz zur „normalen“ Büro- bzw. Betriebshaftpflicht, die lediglich Personen- sowie Sachschäden versichert, liegt der Fokus der Berufshaftpflicht dabei vor allem auf der Absicherung von reinen Vermögensschäden aus dem Leistungs- und Dienstleistungsrisiko des Freiberuflers.

Dazu eine kurze Erklärung: Versicherungstechnisch liegt ein reiner Vermögensschaden vor, wenn weder eine Personen- noch ein Sachschaden bzw. Folgeschaden daraus verursacht wurde, jedoch einem Dritten (z.B. Kunde oder Auftraggeber) dennoch ein finanzieller Schaden entstanden ist. Beispielsweise ein Umsatz oder Gewinnausfall des Kunden.

(Reine) Vermögensschäden können zum Beispiel als Folge

  • von Rechtverletzungen (Urheberrechts, Markenrechts-, Lizenzrechts-, Namensrecht-, Persönlichkeitsrechts- sowie Datenschutzgesetz-Verletzungen),
  • von Programmierfehlern,
  • von Beratungsfehlern,
  • des Verlusts von Daten,
  • der Überschreitung von Deadlines,
  • der Nichteinhaltung von Service Level Agreements,
  • von Fehlern in der Druckvorstufe,
  • von Ausfällen im Online-Shop eines Kunden,
  • etc.

entstehen.
Gerade in den Branchen IT, Medien und Consulting treten Vermögensschäden häufiger auf, als Personen- oder Sachschäden. Das gilt für Suchmaschinenoptimierer, Webworker, Affiliate Marketer, Programmierer und IT-Experten genauso wie für freie Fotografen, Texter, Blogger, Agenturen, Consultants, Interim Manager oder Unternehmensberater – um nur einige Vertreter der verschiedenen Branchen zu nennen.
 

Fazit: Eine Berufshaftpflicht bietet freiberuflichen Dienstleistern umfassenden Versicherungsschutz bei beruflichen Haftungsrisiken – wenn sie gewisse Kriterien erfüllt. Eine gute Berufshaftpflicht muss deshalb neben einer Büro- und Betriebshaftpflichtversicherung in jedem Fall auch eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung umfassen.

Die Berufshaftpflicht-Konzepte „ IT-Haftpflichtversicherung“, „Media-Haftpflicht“ und „Consulting-Haftpflicht“ von exali beinhalten sowohl die Vermögensschadenhaftpflicht, als auch die Betriebshaftpflicht.

Bildquelle: Thomas Kohler flickr.com