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Mietkautionsbürgschaft

Mietkautionsbürgschaften entlasten den Mieter

Nicht nur die stetig steigenden Mieten selbst machen den Deutschen zu schaffen, sondern auch die damit verbundenen Kosten. Einer der größten finanziellen Brocken, die durch den Umzug in eine neue Mietwohnung entstehen, ist die Mietkaution, die der Vermieter bei Vertragsunterzeichnung verlangt. Bei einer Summe von drei Nettokaltmietmieten in einem halbwegs guten Stadtviertel kommt leicht eine Kautionssumme von 2000 Euro zustande, die viele Mieter vor große finanzielle Probleme stellt.

Waren Mieter ohne große finanziellen Rücklagen bis vor kurzem noch gezwungen, einen Kredit aufzunehmen um die Mietkaution leisten zu können, gibt es heute immer mehr sogenannte Mietkautionsbürgschaften, die das Zahlen der vollständigen Summe überflüssig macht. Beratungsportale wie Mietkautionsberater.de geben eine umfangreiche Übersicht über die aktuell auf dem deutschen Markt erhältlichen Mietkautionsbürgschaften und ihre Bedingungen. Zusätzlich bieten sie viele nützliche Ratgeberartikel rund um das Thema Mietkaution.

Was ist eine Mietkautionsbürgschaft?
Bei der Mietkautionsbürgschaft stellt sich eine Bank oder eine Versicherung gegen eine geringe Gebühr als Bürge für die Mietkaution zur Verfügung. Der Mieter zahlt für die Bürgschaft lediglich eine kleine Jahresgebühr und in manchen Fällen eine einmalige Servicegebühr. Der Vermieter erhält die Bürgschaftsurkunde als Sicherheit, wenn nach dem Auszug des Mieters tatsächlich umfangreiche Renovierungen fällig werden, die durch die Kautionssumme gedeckt werden müssen.

Beträgt die Mietkaution beispielsweise 2000 Euro, braucht der Mieter nun kein Darlehen über 2000 Euro (plus teurer Kreditzinsen) aufnehmen, sondern zahlt für die Mietkautionsbürgschaft lediglich eine jährliche Summe von etwa 70-100 Euro (je nach Anbieter). Die Konditionen variieren von Anbieter zu Anbieter und können zum Beispiel bei Mietkautionsberater.de nachgelesen und verglichen werden. Der große Vorteil für den Mieter liegt auf der Hand: Statt 2000 Euro braucht er nur noch 100 Euro für die Mietkaution locker zu machen und kann die restlichen 1900 Euro nutzen um beispielsweise neue Möbel für die Wohnung zu kaufen oder ein professionelles Umzugsunternehmen zu beauftragen.

Ein Kritikpunkt an Mietkautionsbürgschaften lautet häufig, dass die jährliche Gebühr für den Mieter unwiederbringlich verloren geht, während eine Barkaution komplett zurückgezahlt wird. Dies ist jedoch nur dann richtig, wenn der Mieter die geforderte Kaution problemlos in bar auf den Tisch legen kann. Wer für die Kaution ein Darlehen aufnehmen muss, zahlt an Kreditzinsen in der Regel mehr als für eine Mietkautionsbürgschaft. Dazu wird jede Kreditnahme bei der Schufa akribisch vermerkt, eine Mietkautionsbürgschaft jedoch nicht. Der tatsächliche Verlust einer Summe von 100 Euro ist für die meisten Mieter zudem leichter hinzunehmen als der scheinbare Verlust einer Summe von 2000 Euro, die zunächst einmal vorhanden sein muss um dann unzugänglich auf einem Konto festzuliegen.

Eine Mietkautionsbürgschaft kann zudem eine praktische Alternative für einen Kredit sein, wenn ein Mieter schon vor Jahren eine Barkaution hinterlegt hat. Ist der Vermieter mit einer nachträglichen Umwandlung in eine Mietkautionsbürgschaft einverstanden, kann das Geld aus der Mietkaution anderweitig für dringend notwendige Anschaffungen genutzt werden, während der Vermieter die Bürgschaftsurkunde als Sicherheit erhält. Günstiger als ein Kredit ist dies eigentlich immer.

Bildquelle: gumtau flickr.com